Wände mit besonderen Eigenschaften

 

Schalldämmwände

Massgebend für die Beurteilung des Schallschutzes im Hochbau ist die Norm SIA 181 Schallschutz im Hochbau. Sie basiert auf der eidgenössischen Lärmschutz-Verordnung (LSV), die für die gesamte Schweiz die Einhaltung der normierten Mindestanforderungen des Schallschutzes bei allen Neu- und Umbauten vorschreibt. Vor Beginn der Projektierung sind die Lärmimmissionen abzuklären und die Anforderungen an den Schallschutz in Absprache mit den Bauherren und den Nutzern des Gebäudes festzulegen.
Die Ausführungsqualität hat auf die Schalldämmung einen wesentlichen Einfluss. Schlitze, Durchbrüche, unsachgemäss angeordnete Leitungen und Installationen führen zu nicht einkalkulierbaren schalltechnischen Risiken. In den Schalldämmwerten R‘w (bewertete Bauschalldämmmasse) sind nur die so genannten bauüblichen Nebenwegübertragungen eingeschlossen, d.h. solche, die auch bei fachgerechter Ausführung nicht vermieden werden können.

  Schalldämmwände Calmo

 

Mauerwerk mit erhöhten Festigkeiten

Backsteine mit erhöhten Festigkeitswerten werden in denselben Abmessungen wie der Backstein für das Standardmauerwerk produziert. Dadurch ist das gegenseitige Einbinden der beiden Produkte möglich und es können auch begrenzte Zonen mit erhöhten Belastungen, wie Wand- und Pfeilerpartien, ins Mauerwerk integriert werden.

Das Resultat: Ein ungestörtes Backsteinmauerwerk sichert höchste Kontinuität im Putzgrund und schliesst Rissschäden weitestgehend aus (Vermeidung der Mischbauweise).
Backsteine mit erhöhten Festigkeiten müssen gefräst und dürfen auf keinen Fall geschrotet werden. Aussparungen und Schlitze sind unbedingt zu vermeiden.

  Mauerwerk mit erhöhten Festigkeiten, SUMO / Urso

 

Orthogonal bewehrtes Mauerwerk

Mauerwerk hat seine Hauptstärke in der Druckfestigkeit und nur in kleinerem Mass in der Zugfestigkeit. Treten nun in speziellen Fällen grössere Zug- und Biegezugspannungen auf, ist die Unterstützung durch Bewehrungen erforderlich.
Eine seit langem bekannte Massnahme besteht im Einsatz von Lagerfugenbewehrungen. Darauf aufbauende Systeme wie murfor® RE oder Armo sind in der Lage, grössere Biegebeanspruchungen zu meistern. Durch das orthogonale Bewehren des Mauerwerks, d.h. es kommt zusätzlich zur horizontalen auch eine vertikale Bewehrung zum Einsatz, können Biegungen senkrecht zur Lagerfuge aufgenommen werden.
Anwendungsbereiche: Freistehende Brüstungen, auskragende Mauerwerksteile, Giebelwände, Kniestöcke, Mauerwerk mit erhöhtem Verformungsvermögen.

  Orthogonal bewehrtes Mauerwerk, murfor RE

  Vertikal bewehrtes Mauerwerk, Armo