Bauphysik

 

Wärmedämmung


Die Wärmemenge, welche für die Raumbeheizung aufgewendet werden muss, hängt u.a. von den Wärmeverlusten durch die Gebäudehülle ab. Je besser die Wärmedämmung, umso geringer sind die Wärmeverluste nach aussen und umso höher sind die Oberflächentemperaturen, die neben der Wärmespeicherfähigkeit und Wärmeträgheit für die Behaglichkeit von massgebender Bedeutung sind. Zur Beurteilung der Wandkonstruktion bezüglich Wärmedämmvermögen dient der stationäre Wärmedurchgang, d.h. die inneren und äusseren Raum-lufttemperaturen werden als konstant angenommen.

Definition:
Wärmedurchgangskoeffizient U [W/m2K] = Wärmemenge, welche in einer Sekunde durch einen Quadratmeter eines Bauteils dringt, wenn der Temperaturunterschied zwischen beiden Seiten des Bauteils 1 Kelvin (1°C) beträgt, unter Berücksichtigung der Wärmeübergangswiderstände.

In Wirklichkeit findet ein instationärer Wärmedurchgang statt. Die Temperatur verändert sich dauernd, sowohl im Tagesablauf als auch im jahreszeitlichen Rhythmus. Eine Wandkonstruktion sollte daher nicht nur aufgrund des statischen U-Wertes beurteilt werden.

Norm SIA 279 Register Baustoffkennwerte

 

 
 

Wärmespeicherung "Speichern ist mehr als Dämmen"


Der Klimawandel verändert beim Bauen die Randbedingungen. Dabei gewinnt die passive Solarnutzung stark an Be­deutung. Das Gebäude wird damit zu einem bewohnbaren Kollektor, vorausgesetzt die Raumtemperaturen kön­nen in einem zulässigen Komfortbereich gehalten werden. Um dies erreichen zu können ist eine hohe Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes erforderlich. Es werden deshalb Anforderungen zu erfüllen sein, welche nicht alleine auf das Wärmedämmni­veau des Gebäudes abzie­len, sondern auch eine optimale Wärmespeicherfähigkeit des Gebäudes verlangen. Hierbei sind neben der Gebäudehülle auch alle Innen­bauteile wie Wände, Böden und Decken von Bedeutung. Sie sind in der Berechnung zu berücksichtigen.

 

 Speichern ist mehr als Dämmen!

 

 

Feuerwiderstand


Jedes Gebäude ist dem Gefahrenfall Brand ausgesetzt. Der Verlauf von Bränden ist durch eine Vielzahl von Einflussgrössen vorgegeben, die hemmend oder begünstigend auf den Brandverlauf wirken bzw. die daraus resultierenden Schäden beeinflussen.
Das Backsteinmauerwerk weist eine hohe Resistenz gegenüber Hitze und Feuer auf. Auch Brandmauern können mit Backsteinmauerwerk ausgeführt werden. Je nach Ausführungsart und Oberflächenbeschaffenheit (verputzt oder roh belassen) sind unterschiedliche Brandwiderstände zu erwarten. Sämtliche Anschlüsse, Auflager und Fugen müssen selbstverständlich denselben Feuerwiderstand aufweisen. Sind diese in Kombination mit dem Backsteinmauerwerk bekannt und bewährt und werden sie nach den allgemeinen Regeln der Baukunde ausgeführt, so stellen sie kein Problem dar.

 

  Feuerwiderstand von Backsteinmauerwerk