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Sichtmauerwerk Sichtmauerwerk wird heute meist als Zweischalenkonstruktion ausgeführt. Die äussere Schale in Sichtbackstein, dazwischen Wärmedämmung und als innere Tragwand verputztes Mauerwerk. Möglich sind auch monolithische Verbundkonstruktionen mit wärmedämmendem Mauerwerk. Bei dieser Art des Aufbaus handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Verbandmauerwerks mit Läufer- und Binderschichten, welche die klassischen Fassadenbilder prägten. Damals durch die Dimension noch ohne Trennfugen möglich, sind heute im zweischaligen Aufbau Dilatationsfugen notwendig. Diese meist vertikalen Trennungen gliedern die Fassade und können auch als Gestaltungselement eingesetzt werden. Eine besonders robuste Variante von Sichtmauerwerk bilden Fassaden aus Klinker-Steinen. Diese bei höheren Temperaturen gebrannten Backsteine nehmen durch ihre fast glasartig hohe Dichte nahezu keine Feuchtigkeit auf und sind absolut frostbeständig. Klinker eignet sich besonders bei sehr exponierten Fassaden. Aufgrund der hohen Dampfdichtigkeit des Steins bedarf es einer Hinterlüftung (4–6 cm), welche hinter der äusseren Schale liegt. Die Be- resp. Entlüftung dieser Schicht wird am Mauerfuss und an der Mauerkrone mit kleinen, vertikalen Schlitzen ausgebildet. >> Palette Sichtsteine
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